Lecco, IT

malerisch am Comer See gelegen

Willkommen in der Lombardei

Wir waren zum erstem Mal am Comer See in Italien und entschieden uns für diesen wirklich erstklassigen Urlaubsort.

Jasemin Holtmeyer

Patrick Jochmann

Tagebuch

28 Juli - 11. August 2018


Tag 1

Am Morgen des 28. Juli kamen wir bei allerschönstem Sonnenschein im "Küstenort" Lecco an. Nachdem wir in der Näge unserer Unterkunft einen Parkplatz finden konnten, spazierten wir erstmal an der Uferpromenade des Comer Sees entlang. Allein für diese Momente lohnt sich der Urlaub in Lecco bereits. Nach einigen schönen Stunden konnten wir am Nachmittag in unsere AirBnB Unterkunft einchecken. Der Vermieter Luigi wohnte in Rom und schickte daher seine Schwägerin Francesca vorbei. Auch wenn ihr englisch eher schlecht als recht war, so konnten wir uns notgedrungen doch noch ausreichend verständigen. Die Wohnung war super groß, für italienische Verhältnisse auch wirklich schön. Besonders kurios war die Glasdusche, welche sich direkt vor dem Bett im Schlafzimmer befand. Nach einer langen Anfahrt suchten wir uns für den Abend ein geeignetes Restaurant: das Hambu. Relativ nah am Ufer gelegen konnten wir hier typisch italienisch ;-) unseren Hunger mit Burgern stillen.

Tag 2

Am Sonntag begannen wir unseren Urlaub nach dem obligatorischen Frühstück in der Wohnung mit der ersten Wanderung diesen Sommers. Unser Tagesziel war die Überschreitung des Monte Moregallo. Die ursprünglich angedachten 5 Stunden überzogen wir zwar deutlich (etwa 7-8 Stunden insgesamt), dennoch war die Wanderung ein erstklassiger Start in den Urlaub. Unglaublich schöne Ausblicke belohnten die Anstrengungen an diesem enorm heißen Tag, welcher die Wanderung unverhältnismäßig anstrengender gestaltete. Der Klettersteig, der auf dieser Route lag, erwieß sich als leicht, konnte damit ohne Ausrüstung begangen werden. Nachdem im letzten Drittel unser Wasser zuneige ging, waren wir umso erleichterter als wir an eine Quelle kamen, aus der wir uns reichhaltig bedienen konnten. Herrlich, nach so einer langen Wanderung durch die Hitze Italiens den Kopf mit dem ein oder anderen Schwall eiskalten Wassers abzukühlen. Wie so viele Abende ließen wir den Abend am Ufer des Comer Sees ausklingen und konnten den herrlichen Sonnenuntergang ausreichend genießen. Auch an diesem Abend konnten wir den angestauten Hunger in einem der zahlreichen Restaurants tilgen: Ristorante Tabula Rosa, gelegen direkt am Ufer. Hier gab es zwar zum ersten Mal, jedoch lange nicht zum letzten Mal Pizza. Das Essen, sowie der Service waren super, sodass wir auch in diesem Restaurant nicht zum letzten Mal zu Besuch waren.

Tag 3

Auch der zweite Tag war keiner, an dem Langeweile aufkommen sollte. Monte Barro, heute sollte dieser Berg überschritten werden. Die Wanderung sollte etwas weniger lang sein, als die des Vortages, aufgrund der andauernden Hitze waren wir aber froh uns nicht stressen zu müssen. So konnten wir diese Wanderung ganz entspannt angehen, kamen an einem Kloster vorbei und hatten einige wirklich herausragende Ausblicke über den Comer See. Eine wirklich erstklassige, empfehlenswerte Tour.
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Tag 4

Am vierten Tag erholten wir uns von den vorherigen Wanderungen und erkundeten die Stadt Lecco selbst. Ein leckeres Eis gibt es übrigens bei der Gelateria Capo Horn. Die für uns beste Pizza gab es zum ersten und lange nicht letzten Mal in der Pizzeria da Rida. Aufmerksam wurden wir durch die wahnsinnig guten Bewertungen auf TripAdvisor. Vor Ort angekommen waren wir fast etwas enttäuscht, kein tolle Restaurant wie man es sich vorstellt, sondern ein wirklicher kleiner Laden. Ein Glück haben wir nun doch hier die Pizza gegessen. Nach dem halbstündigen Fußweg von Lecco aus wurden wir hier mit der besten Pizza überhaupt belohnt! In diesem Urlaub verschlug es uns hier noch 3 weitere Male hin. ;-) Ich denke, das spricht für sich.
Hier versteht der Pizzabäcker sein Handwerk wirklich!
ein heimlicher Fan

Tag 5

Mit Tag 5 stand ein echtes Hightlight an: Canyoning im Bodengo.
Nachdem wir schon 2016 mit der Firma Bergwasser Canyoning Allgäu in einer Oberstdorfer Schlucht unterwegs waren, waren wir umso überraschter, dass diese auch hier am Comer See eine Ihrer Touren anbieten. Kaum in der Heimat bei der Urlaubsplanung entdeckt, haben wir die Tour auch direkt gebucht. Da wir schon etwas Erfahrung im Canyoning sammeln konnten, entschieden wir uns diesmal für eine schwerere Tour, dem mittleren Teil des Bodengo. Belohnt wurden wir von etlichen Wasserduschen, bei denen wir uns durch verschiedenste Wasserfälle abseilen konnten. Für die Adrenalinjunkies unter uns gab es auch einige verdammt furchteinflößende, weil sehr hohe Sprünge in die Schluchten. Ein Glück kannte sich unser Guide Chris wirkliche erstklassig aus und half aus, wo er nur konnte. Nachdem wir einige Stunden in der Schlucht verbrachten, konnten wir den Abschluss noch gemeinsam in der Gruppe in einer kleinen Bar am Ende des Tages ausklingen lassen.

Tag 6

Heute fuhren wir mit der Bergbahn "Funivia Piani d'Erna" in Valsassina in die Berge. Oben angekommen starteten wir zur Wanderung, sowie dem Klettersteig "Sentiero Carlo Villa". Auch heute war die Hitze ähnlich erdrückend, wie auch die Tage zuvor. Dennoch hatten wir auch an diesem Tag viele unvergessliche Eindrücke, die schroffen Felsen machten einen sehr imposanten Eindruck. Da wir uns an die Zeiten der Bergbahn halten mussten, konnten wir die Runde leider nicht beenden und mussten irgendwann umdrehen. Auf dem Rückweg lernten wir noch einen Mitwanderer aus Finnland kennen, welcher uns den Abstieg über begleitete.
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Tag 7

Es war der 03. August. Mehr weiß ich doch tatsächlich nicht mehr über diesen Tag. :-D
Es könnte gut sein, dass wir an diesem Tag shoppen waren, jedenfalls stelle ich nun fest, dass ich im nächsten Urlaub schon während der Reise die Unternehmungen zu Papier bringen werde. ;-)

 

Ps.: Mittlerweile hab ich noch Notizen gefunden, wir waren erneut die Stadt erkunden ;-)


Tag 8

Heute konnte ich mich anhand der Fotos nach einiger Überlegung erinnern: Der Sentiero attrezzato dei Pizzetti, sowie der Sentiero Dei Tecett standen für diesen Tag auf dem Plan. Es sollte eine leichtere Tour sein, welcher wir mit diesem Steig auch erhielten. Eine schöne Tour, welche glücklicherweise eine Zeit lang auch durch schattigere Abschnitte führte. Unterwegs konnte man etliche Gipfel der umliegenden Berge begutachten, mit Hilfe der App PeakFinder konnten wir so auch sehr gut feststellen auf welchen Bergen wir in den vergangenen Tagen bereits waren, sowie welche Wanderungen uns noch erwarteten.

Am Abend stand für uns das Seefeuerwerk am Lago di Pusiano zwischen Lecco und Como an. Besonders schön waren hier die Reflektionen der Feuerwerksraketen im See.


Tag 9

Entspannung, oder auch nicht. Heute ging es in die Stadt zum shoppen.

Tag 10

Der zehnte Tag wurde im Laufe der Wanderung etwas frustrierend. Heute stand der Steig "Gorge della Val Bova" an. Der Steig selbst war super, da er hauptsächlich schattig gelegen war. Leider konnten wir nur die erste Hälfte angehen, da wir die zweite Hälfte auch nach mehrmaligen Versuchen partout nicht finden konnten. Dennoch war der Tag sehr spannend, die sehr wackelige Leiter, die Teil des Steiges war, sah zwar nicht besonders vertrauenserweckend aus, hielt uns aber glücklicherweise dennoch gut aus. Kurz bevor wir zurück am Auto ankamen, liefen wir noch an einer Trattoria vorbei, welche unserem Durst sehr gelegen kam. "Al Glicine trattoria con vista panoramica" - Kurzer und knackiger Name, nicht wahr? Eigentlich nur als Stop für eine Fanta gedacht, wurden wir typisch italienisch noch mit grober Salami und Brot begrüßt. Auch wenn die Wurst mal so gar nicht unseren Geschmack traf, um es mal vorsichtig auszudrücken, so fühlten wir uns dennoch super wohl. Die Terrasse auf der wir saßen, war wirklich unvergleichlich schön, das "Dach" bestand quasi nur aus haufenweisen Ranken. Fragt mich nicht, was es war, einen grünen Daumen hatte ich noch nie.

Auch heute konnten wir den Abend bei herrlichen Temperaturen am Ufer des Comer Sees ausklingen lassen.

Tag 11

Heute war bereist der 07. August. Mein Gott geht die Zeit schnell rum. Heute stand die zuvor rausgesuchte Wanderung "ZweiSeenBlick-Runde" um Bellagio an, welche uns einige Stunden beschäftigte. Die "Zwei Seen" sind genau genommen ein einziger See, während der Runde hat man eine super Aussicht auf die beiden Arme des Comer Sees. Am Abend des Tages besuchten wir nochmals die Ristorante Tabula Rosa. Leckere Salami-Pizza, dazu gutes, deutsches Franziskaner Weissbier. ;-)


Tag 12

Am Mittwoch dem 08.08.2018 stand ein Städte-Tag an. Diesmal fuhren wir früh morgens (jedenfalls was wir unter "früh" verstehen) los und schnappten uns einen Zug Richtung Metropole Mailand. Zuerst schauten wir uns in der Galleria Vittoria Emanuele II um. Beim Umschauen blieb es fürs Erste auch, da die Galerie bekannt für die Luxus-Labels von Welt ist. So findet man beispielsweise riesige Schaufenster vor, in denen eine einzige Handtasche förmlich thront. Auch, wenn dies nicht so ganz in unser Budget passt, so war ein Abstecher in diese Galerie wirklich beeindruckend und für jeden empfehlenswert. Um dem Touri-Image auch gerecht zu werden, kamen wir natürlch auch am Mailänder Dom vorbei. Ein kurzer Stop im Hänchenpalast KFC stärkte uns für den anstehenden Nachmittag. In einer der zahlreichen Einkaufsstraßen, jede einzelne um ein vielfaches umfangreicher als Osnabrück insgesamt, ließen wir dann, wer kann es uns verübeln, noch den ein oder anderen Euro. Wäre die Anreise nicht so lang und bzw. oder Geld unrelevant, würde ich sicherlich noch einige Male zurückkommen und mich in Mailand einzukleiden. Aber natürlich kann man hier nicht nur mit übermäßigem Budget ausreichend shoppen, auch für den mittleren und kleinen Geldbeutel bietet sich hier ein wirkliches Eldorado an Shopping-Welt.

Tag 13

Donnerstag, heute stand "nur" eine kurze Wanderung an. Wir erkundeten die Orrido-Schlucht in Bellano. Natürlich kann man diese nicht mit den bekannten Klammen in Deutschland und Östereich vergleichen, dennoch war auch dieser Urlaubstag nicht verschwendet. Auf dem RÜckweg hielten wir noch am Strand von Bellano, wo wir einen kurzen Badestop einlegten.

Tag 14

Am vorletzten Tag stand eine weitere, kürzere Wanderung an, von der wir leider auch vergessen haben, wo Sie uns hinführte. :-D

 

Ps.: Auch hier: Glück gehabt. Wir haben noch Notizen finden können.

Unsere Tour führte uns mit der Bergbahn hoch, danach wanderten wir entlang des Sentiero Natura.


Tag 15

Den letzten Tag verbrachten wir mit dem Packen unserer Taschen & Koffer, sowie einem letzten Rest an Entspannung. So schnell sind zwei Wochen rum. Unglaublich. Schade!

Ein Glück führte uns der Urlaub auf dem RÜckweg noch über das Stubaital, wo wir planmäßig noch einen kurzen Stop einlegten. Hier hatten wir die Unterkunft "Haus Finca" gebucht, welche wirklich empfehlenswert ist. Zwar ist Sie direkt an der Straße gelegen, jedoch dennoch überaus ruhig. Das Haus ist sehr modern eingerichtet, wir waren jedoch nicht in dem Hauptteil des Hauses untergebracht sondern in einer der recht kleinen Ferienwohnungen. Klein aber fein und völlig ausreichend für so einen kurzen Stop konnten wir hier nochmals abschalten.
Den Abend verbrachten wir in dem Restaurant, welches eigentlich der Grund war, hier im Stubaital auf dem Rückweg von Lecco zu stoppen: Herr Klaus, unser absoluter Lieblingsburgerbrater! Ein absolutes Must-See / Must-Eat!

Tag 16 & Tag 17

Am sechzehnten Urlaubstag nahmen wir uns eine Wanderung vor, die wir im Jahr zuvor im Stubaital leider zeitlich nicht schafften.

Der Wilde Wasser Weg.
Am ersten Tag stand Etappe 1 sowie 2 auf dem Plan. Der erste Abschnitt führte uns von der WildeWasserArena am Fluss Ruetz durch den Ruetz Katarakt zur Tschangelair Alm, weiter zum Grawa Wasserfall sowie der Grawa Alm. Nach ca. 2 Stunden starteten wir zur zweiten Etappe: Vom Wasserfall zur Sulzenau Alm, danach bergan zur Sulzenauhütte. Letztere sollte unser Tagesziel für heute sein. Der Rückweg führte uns auf identischem Weg zurück zur Grawa Alm, von dort aus nahm uns ein "rein zufällig" vorbeikommender Busse mit. ;-)

Am zweiten Tag gingen wir einer Empfehlung vom Vortag nach. Der Plan war, die dritte und letzte Etappe auf jeden Fall nocoh mitzunehmen. Das Problem war, dass wir dafür hätten den ganzen Weg bergauf erneut gehen müssen. Dank der Empfehlung sah unser letzter Tag wie folgt aus:
Mit der 3S Eisgratbahn ging es den Gletscher hinauf, bis zur Station nahe der Dresdner Hütte. Von hier aus gingen wir direkt Richtung Peiljoch, hinüber und weiter. Am vorläufigen Ende einer anstrengenden Wanderung kamen wir am eigentlichen Endpunkt von Etappe 3 des WildeWasserWegs an, dem s.g. Gletschertor. Von hier aus gingen wir in entgegengesetzter Richtung die dritte Etappe bergab. Auf dem Weg kamen wir noch am Steinmandl Friedhof vorbei, einer riesigen Anhäufung von kleinen Steinmännchen, die vermutlich tausende Wanderer in den letzten Jahrzenten aufgebaut haben.
Mit den drei Etappen des WildeWasserWegs erwartete uns nochmal ein wirkliches Wander-Highlight zum Abschluss unseres Urlaubs.
Patrick & Jasemin

Tag 18

Am leider letzten Tag stand die Abreise auf dem Plan. Ein Zwischenstopp in der Therme Erding wertete auch diesen eigentlich eher traurigen Tag noch deutlich auf.

Und so ging ein wirklich erstklassiger Urlaub zu Ende.

Unsere Empfehlungen

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